Alp Walop

Begehung alp walop / kaiseregg, stiftung macht dort trockenmauer-sanierungsprojekt ab sommer 21. 

Auf der Kantonsgrenze BE/FR begrenzt eine gut 700 m lange Trockenmauer die beiden Alpen Hindere Walop und Kaiseregg in den Gemeinden Boltigen BE / Plaffeien FR. Wie auf vielen Alpen haben die Strukturveränderungen in der Landwirtschaft dazu geführt, dass die Mauer in den letzten Jahrzehnten nicht mehr unterhalten wurde und heute auf vielen Abschnitten zerfallen ist.

In diesem Talkessel ist Hinter-Walop auf 1670 - 2000 m die hinterste Alp auf Bernerboden. Die Alpgrenze im W ist die Kantonsgrenze, wo sich auf freiburgischem Gebiet (noch diesseits der Wasserscheide!) der ausgedehnte Alptrog von Kaiseregg anschliesst. Das Terrain lässt sich mit demjenigen des benachbarten Stierenbergs (791-63) vergleichen, denn Lawinengefahr, Steinschlag und Fallgefahr sind auch auf Hinter-Walop nicht fremd. Bei Wetterumschlag ist die Alp wild und rau, hat es doch auch im untersten Gebiet keinen Waldschutz. Vom Stafel aus bis zu den obersten Randgebieten besteht eine Höhendifferenz von 300 m, und zudem sind die Flanken verhältnismässig steil, wehalb der Weidegang als streng taxiert werden muss.

 

Die Alp ist abgeschieden und nur zu Fuss erreichbar, es gibt kaum Handyempfang und die Zivilisation scheint unglaublich
weit weg. Die Alp Walop und die Nachbarsalpen liegen in einem Hochtal ohne Weitsicht, hier fühlt es sich wie in einer eigenen kleinen Welt an. Hier befindet sich auf kleinstem Raum eine riesige Biodiversität: Die Weiden rund um den See liegen in alle Himmelsrichtungen. Es
gibt Trocken- und Feuchtstandorte mit sauren und alkalischen Böden. Dadurch ist die Pflanzen- und Tierwelt extrem vielfältig. Es ist wunderbar, hier mittendrin leben und arbeiten zu dürfen.

Die Walopalpen liegen in einem riesigen, wilden, kahlen und schroffen Kessel am E und N Abhang der mächtigen und stolzen Kaiseregg, Hausberg des Schwarzseegebietes und Grenzberg BE/FR (2185 m), der auch zwei romantische und etwas lieblicher prägende Seelein enthält. Ein Bergwanderweg führt an der Kaiseregg vorbei über einen 2072 m hohen Pass und über diese Alpen (Wanderbuch 3100, Route 29).
Walop gilt als "Keltenalp" und enthält einen Kraftort (vgl. Pier Hänni) mit dem Toggelichilchli und dem Anstieg dazu, einer "Zwergentreppe" (eher mit Riesentritten!), einer Höhle mit unterirdischem See und Wassersystem (fliesst nur über bei starken Regengüssen und entleert sich über den Treppengraben hinunter in den See). Entsprechend vielfältige Vegetation und Fauna.

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